UNM

Auftrag 1: Fragen besprechen 15′

Ruft über den eingebetteten Quizletstapel eine beliebige Karte auf und besprecht die Fragen auf der Rückseite. Wiederholt das Vorgehen für weitere Karten. Falls euch ein Thema nicht interessiert, geht ihr einfach zur nächsten Karte…

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Auftrag 2: Gedanken der Gruppe auf Pinnwand notieren 5′

Nutzt bitte die letzten fünf Minuten, um eure Ideen, Fragen und Eindrücke auf der gemeinsamen Pinnwand zu notieren.

Infrastruktur

Die Infrastruktur ist nur so gut, wie sie genutzt wird. Anders gesagt: Wenn viel Geld in den Ausbau der Infrastruktur investiert wird, gleichzeitig aber essentielle Faktoren des Kartensets ignoriert werden, wird sich die Investition nicht lohnen, weil sich kein positiver Effekt auf das Lernen der Schüler*innen einstellt. Wenn Entscheidungen über den Ausbau und Betrieb der digitalen Infrastruktur nur technisch versierten und affinen Personen überlassen werden, besteht die Gefahr, dass pädagogischen Anforderungen zu wenig Beachtung geschenkt wird. Schulen sind deshalb insbesondere auf pädagogisch versierte Dienstleister angewiesen.

Faktoren

Arbeitsgeräte
Finanzierung
Rechtliche Aspekte
Basisinfrastruktur
Dienstleistungen
Software/Dienste
Sicherheit

Team/Kooperation

Die Anforderungen an die Zusammenarbeit im Team haben in den letzten Jahren laufend zugenommen. Einerseits ist der Schulalltag generell komplexer geworden, andererseits ist der Trend zu Teilzeitarbeit und der Verteilung der Verantwortung auf verschiedene Personen ungebrochen. Entsprechend braucht ein Team eine ausgeprägte Bereitschaft zur Zusammenarbeit und eine effiziente Kommunikation.

Faktoren

Kooperation
Wissensmanagement
Kommunikation
Teamkultur

Unterricht

Unterrichtsentwicklung im Kontext des digitalen Wandels bedeutet nicht, dass das Lernen hauptsächlich von digitalen Mitteln geprägt ist, im Gegenteil. Zwar ist es wichtig, dass digitale Kompetenzen gefördert werden, gleichzeitig werden aber auch Kompetenzen aufgewertet, die nicht ohne weiteres durch Technologie ersetzt werden können.  Im Zuge des digitalen Wandels haben schon viele Schule begonnen, ihren Unterricht grundlegend zu überdenken und neu zu gestalten. Nach wie vor existieren stereotype Vorstellungen, wie der Unterricht zu funktionieren hat. Im englischen Sprachraum wird das auch «Grammar of Schooling» bezeichnet. Entsprechend stehen die Schulen vor der Herausforderung zu erklären, warum beispielsweise das 7G-Prinzip (alle gleichaltrigen Schülerinnen und Schüler erreichen zum gleichen Zeitpunkt bei der gleichen Lehrperson im gleichen Raum mit den gleichen Mitteln das gleiche Ziel gleich gut) nicht mehr zeitgemäss ist (bzw. noch nie war).

Lernkultur
Beurteilung
Medienerziehung, Regeln
Überfachliche Kompetenzen
Modullehrplan Medien Informatik
Klassenmanagement
Arrangements
Lernplattformen

Organisation/Strukturen

Der organisationale Rahmen ist  entscheidend für die Entwicklung einer Schule. Eine grosse Bedeutung hat dabei das Führungsverständnis der Leitung. Komplexe Entwicklungsprozesse lassen sich nicht top-down verordnen, sondern müssen sich auf schlanke Prozesse und agile Strukturen abstützen. Sollen Innovationen eine nachhaltige Wirkung entfalten, ist der Einbezug aller Stakeholder, insbesondere der Eltern, unerlässlich. Eine konzeptionelle Basis hilft, die Entwicklung zielgerichtet und verbindlich umzusetzen. 

Faktoren

Zusammenarbeit mit Eltern
Vision
Strukturen und Prozesse
Support
Konzept
Führung
Lernorte
Öffentlichkeitsarbeit
Innovation

Personen/Kompetenzen

Die Dimension «Personen/Kompetenzen» fokussiert auf die einzelnen Teammitglieder: Was müssen Teammitglieder wissen und können? Wie können die erforderlichen Kompetenzen erweitert werden? Welche Haltungen sind für den Wandel förderlich? Wie gelingt ein Shift des Mindsets? Denn eine Gelingensbedingung für die erfolgreiche Integration von digitalen Medien in den Unterricht bilden die Skills der Lehrpersonen. Zudem muss die Bereitschaft vorhanden sein, digitale Medien sinnvoll einzusetzen. Dabei spielt der Austausch über Haltungen eine entscheidende Rolle, wenn der Unterricht im Hinblick auf den digitalen Wandel transformiert wird.

Faktoren

Personale/soziale Kompetenzen
Fachkompetenz Medien Informatik
Fachdidaktik Medien Informatik
Anwendungskompetenzen LP
Mediendidaktik
Haltungen

Kommunikation

  • Wo und wie diskutieren wir, on- oder offline?‣Welche Sitzung hat welchen Zweck? Wofür nutzen wir die Sitzungszeit? Sind dabei alle Anwesenden vor Ort? Wer muss dabei sein? Können wir Diskussionen auch online führen?
  • Wie tauschen wir uns in den verschiedenen Arbeits- und Lerngruppierungen aus? Wie in den Stufen- oder Zyklussitzungen?
  • Wie treten wir mit dem Umfeld in den Austausch?‣Wie beziehen wir alle Stakeholder ein?
  • Für welche Kanäle gelten welche Antwortszeiten und formale Anforderungen?
  • Wie tauschen wir uns mit Schülerinnen und Schülern, anderen Lehrpersonen und Schulleitungen, Eltern aus?

Warum?

Man kann nicht nicht kommunizieren.

Paul Watzlawick

Eine gute Kommunikation fördert die Identifikation mit der Schule und ist essentiell für die Zusammenarbeit im Team. Damit die Kommunikation mit allen Stakeholdern funktioniert, braucht es gute Rahmenbedingungen. Dazu gehört ein Konzept das definiert, welche Kanäle von wem wie und unter welchen Bedingungen genutzt werden. Den Kommunikationspartnern müssen geeignete Tools zur Verfügung gestellt werden, die zuverlässig verfügbar sind und mit zielführenden Schulungen und einem niederschwelligen Support eingeführt werden. Allenfalls werden auch räumliche Massnahmen benötigt, die eine ungestörte Kommunikation erlauben. Auch formale Aspekte wie der Tonfall, die Gestaltung oder die Rechtschreibung sind nicht zu unterschätzen. Neben diesen Rahmenbedingungen muss aber auch an einer Kommunikationskultur gearbeitet werden, in der ein wertschätzenden Austausch aller Beteiligter auf Augenhöhe und eine möglichst hohe Transparenz zur Selbstverständlichkeit werden. Dabei gilt es auch immer wieder widersprüchliche Erwartungen und Haltungen zu klären, beispielsweise steht der Anspruch an Vollständigkeit und Aktualität der Informationen dem Versuch die Informationsflut zu bewältigen gegenüber. 

Ressourcen

  • ICT-Coach
    Der ICT-Coach hat diverse Bezüge zu Kommunikation. Einerseits im Bereich «Clouddienste», wenn es um die Wahl der Kommunikationsinstrumente geht, v.a. aber auch im Bereich «Risikokultur», wo beispielsweise Fragestellungen zu Datenschutz und Privatsphäre erörtert werden.

Methoden

Kommunikations-Kanäle im Team be- und absprechen: Welche Tools / Kanäle kommen für welchen Zweck zum Einsatz.

Rechtliche Aspekte

  • Wie schützen wir die Daten aller Beteiligten? Wie sensibilisieren wir für Datenschutzfragen?
  • Sind Haftungsfragen für materielle und immaterialle Schäden geklärt?
  • Wie und von wem werden Lizenzen verwaltet? Wie verhindern wir Verstösse gegen Lizenzvereinbarungen?
  • Wie stellen wir sicher, dass alle Beteiligten das Urheberrecht einhalten? Welche Rechte gewähren wir auf geistiges Eigentum der Schule?
  • Wie nehmen wir unsere strafrechtliche Verantwortung wahr? Wie verfahren wir bei Verstössen?

Warum?

Je intensiver das Digitale in den Schulen Einzug hält, desto relevanter werden rechtliche Fragestellungen auf verschiedensten Ebenen. Bei der Nutzung von geistigem Eigentum muss das Urheberrecht beachtet werden, bei der Arbeit mit Clouddiensten gilt es den Daten- und Persönlichkeitsschutz in angemessener Form zu wahren und Schulen können wegen missbräuchlichen Aktivitäten von Beteiligten vor strafrechtliche Herausforderungen gestellt werden. Durch die Ausweitung der Infrastruktur stellen sich neue Haftungsfragen, z.B. bei einer 1:1- oder BYOD-Ausstattung. Die Auslagerung von Diensten ins Netz und der Bezug von immer mehr Content übers Internet bringt viele lizenzrechtliche Fragen auf. So klar der rechtliche Rahmen grundsätzlich ist, der konkrete Umgang mit diesen Fragestellungen ist immer auch eine Frage der Haltung und resultiert in einer Risikokultur, die immer wieder überprüft werden muss.

Ressourcen

Methoden

Zu diesem Faktor liegen noch keine Methoden vor…

Sicherheit

  • Wie sieht unsere Risikokultur aus? Wie können wir als Schule sicherstellen, dass sich alle Beteiligten sicher bewegen können und genügend Spielraum haben?
  • Was müssen wir wissen? Wie müssen wir uns verhalten?
  • Welche technischen Sicherheitsmassnahmen treffen wir (Virenschutz, Updates, Filter…)?
  • Wie stellen wir physischen Schutz sicher? (Aufbewahrung, Serverraum, Schränke, Zutrittsregelungen)
  • Wie gewährleisten wir die Datensicherheit? Wer ist für Backups verantwortlich?

Warum?

Mit der Durchdringung des Schulalltags durch das Digitale rücken verschiedene Sicherheitsaspekte ins Zentrum: In erster Linie gilt es die Daten- und Betriebssicherheit zu gewährleisten, indem Geräte und Dienste vor Angriffen, Datenverlust und Schäden geschützt werden. Neben technischen Massnahmen gilt es ein besonderes Augenmerk auf ein sicherheitsbewusstes Verhalten aller Beteiligten zu legen. Sicherheitsrelevante Entscheidungen zu treffen ist von widersprüchlichen Anforderungen und Erwartungen geprägt: So steht der Bedarf nach einfacher Bedienbarkeit und optimaler Funktionalität dem Gebot nach Sicherheit und Schutz der Privatsphäre gegenüber. Eine zukunftsorientierte Risikokultur verlangt eine permanente Auseinandersetzung mit neuen Entwicklungen.

Ressourcen

Methoden

Zu diesem Faktor liegen noch keine Methoden vor…

Dienstleistungen

  • Wie ist der technische Support organisiert (1st, 2nd, 3rd-Level)? 
  • Wie schnell und zufriedenstellend ist die Unterstützung durch die externe Dienstleistungsfirma?
  • Wie gut werden wir bei Neuanschaffungen beraten? Inwiefern sind dabei pädagogische Anforderungen im Zentrum?
  • Wie werden wir für die Nutzung neuer Dienste geschult?

Warum?

Genauso wenig wie sich PICTS und TICTS immer trennscharf auseinanderhalten lassen, ist nicht immer auf Anhieb klar, was vom technische Support vor Ort abgedeckt werden kann und was an einen (oder mehrere) technische Dienstleister ausgelagert wird. Ein entscheidendes Kriterium für die Wahl eines Dienstleisters ist sicher seine Erfahrung mit den Anforderungen an die pädagogische Nutzung der Infrastruktur. Die Zusammenarbeit zwischen Dienstleister und Schule basiert idealerweise auf einem langfristigen Vertrauensverhältnis und einem klaren Leistungsauftrag mit verbindlichen Reaktionszeiten. Idealerweise gibt es sowohl in der Schule als auch beim Dienstleister direkte Ansprechperson(en), welche die Triage zwischen 1st- und 2nd-Levelsupport regeln. An vielen Schulen bewährt sich hierfür ein Ticketsystem. 

Ressourcen

Methoden

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