(über-)fachliche Kompetenzen

  • Welche Anforderungen erwarten die Lernenden, wenn sie aus der Schule herauskommen?
  • Wie fördern wir die überfachlichen Kompetenzen? Welche Skills sind für das 21. Jahrhundert wichtig? Wie fördern wir die 4K (bzw. 6K)?
  • Wie ermöglichen wir kompetenzorientiertes Lernen?
  • Kompetenzen bauen sich aus Wissen, Können, Wollen auf – was fördert das «Wollen»? Welchen Einfluss können digitale Medien auf die Lernmotivation haben?

Warum?

Im Zuge des digitalen Wandels gewinnen die überfachlichen Kompetenzen als Grundlage für die Lebensbewältigung an Bedeutung. Im Lehrplan 21 steht dazu u.a.: 

«In die Fachbereichs- und Modullehrpläne sind überfachliche Kompetenzen ein­gearbeitet. Dazu gehören personale, soziale und methodische Kompetenzen.»

https://v-ef.lehrplan.ch/index.php?code=e|100|1

Die genannten drei Kompetenzbereiche sind auch fürs Lernen mit, über und trotz Medien erforderlich, gleichzeitig können sie mit digitalen Medien auf verschiedenste Weise gefördert werden. Sarah Genner formuliert in ihrem Übersichtsmodell zu den personalen, sozialen und methodischen Kompetenzen spezifische digitale Kompetenzen. Die oft geäusserte Überzeugung, dass überfachliche Kompetenzen auf die fachlichen Inhalt aufgestülpt werden und deshalb eine Zusatzbelastung für die Lehrperson bedeuten ist angesichts der Herausforderungen des digitalen Wandels nicht zielführend. Überfachliche Kompetenzen losgelöst von einem inhaltlichen Kontext, quasi als Selbstzweck, zu vermitteln macht aber keinen Sinn. Vielmehr müssen  im Sinne der Kompetenzorientierung überfachliche Kompetenzen konsequent mit fachlichen Inhalten verschränkt werden. Natürlich führt das dazu, dass vielleicht gewisse Inhalte zugunsten einer themenunabhängigen Methodenkompetenz exemplarischer thematisiert werden. 

Ressourcen

Methoden

Das Angebot an Ideen und Materialien für die Einführung und Anwendung von überfachlichen Kompetenzen ist immens. Auf dieser Seite haben wir allerdings gar nicht den Anspruch, auf einzelne Kompetenzen einzugehen, sondern möchten viel mehr Anregungen liefern, wie diese Kompetenzen, insbesondere jene mit digitaler Unterstützung im Unterricht systematisch aufgebaut werden können.

ePortfolio, Lernjournal

Das Bewusst sein für überfachliche Kompetenzen muss immer wieder über gezielte Fragestellungen geschärft werden. Diese können beispielsweise in einem ePortfolio oder einem Lernjournal reflektiert werden: Welche Methoden hast du angewendet? Was ist dir gut gelungen? Woran musst du noch arbeiten? Wie gelingt dir die Zusammenarbeit in der Gruppe? Was ist schwierig? Wo siehst du deine Stärken? 

Absprachen im Team

Zwar werden in allen Lehrmitteln überfachlichen Kompetenzen gefördert, allerdings fehlt ein systematischer Überblick, ausserdem hängt die Förderung immer auch stark von der jeweiligen Lehrperson ab. Um einen konsistenten Aufbau über alle Zyklen zu erreichen braucht es eine Absprache im Team, beispielsweise bei der Planung des Schuljahrs im Jahrgangsteam: Welche überfachlichen Kompetenzen werden neu eingeführt? Welche werden vertieft? Wer ist wofür verantwortlich? 

Eigene Erfahrungen sammeln und austauschen

Im Sinne des lebenslangen Lernens sind auch Teammitglieder gefordert, ihre überfachlichen Kompetenzen laufend weiterzuentwickeln. Eine Lehrperson, die selber schon seit Jahren kein Plakat mehr gestaltet hat, wird beispielsweise Schwierigkeiten haben, die Lernenden beim Visualisieren zu unterstützen. Zur eigenen Kompetenzerweiterung gehört auch der Austausch über die Erfahrungen und das Teilen Best-Practice-Beispielen.

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